Erik Buell - History
1978
Ein Mann aus Gibsonia, Pennsylvania, erzielt die schnellste Rundenzeit aller Newcomer im „Daytona 200“-Rennen. Sein Name ist Erik Buell, seine Talente sind vielfältig. Er ist frischgebackener Ingenieur, macht Musik und ist so motorrad- wie rennbesessen.
1979
Erik Buell heuert als Ingenieur in der Rahmenkonstruktion bei der Harley-Davidson Motor Company an. Privat ist er weiterhin Rennfahrer, Mechaniker und Tuner aus Passion und prügelt Yamahas sowie Ducatis über die Rennpisten. In seiner Garage beginnt er mit der Konstruktion eines eigenen Rennmotorrads für die amerikanische Formula-One-Klasse.
1980
Um sein ehrgeiziges Projekt zu finanzieren, beginnt der Ingenieur, seine japanischen und italienischen Rennmaschinen zu verkaufen.
1983
Erik hat inzwischen bei Harley-Davidson gekündigt, seine Rennmaschine RW750 mit Square Four-Zweitakter steht kurz vor ihrer Produktionsreife – und wird überflüssig, denn der amerikanische Motorsportverband AMA beschließt, die Formula-One-Klasse zugunsten der Superbikes einzustellen.
1987
Erik tritt die Flucht nach vorn an und baut innerhalb von dreieinhalb Monaten denfahrfertigen Prototyp eines sportlichen Straßenmotorrads mit Harley-Davidson Motor, neuem Rahmen und aerodynamisch ausgefeilter Vollverkleidung: die RR1000 Battletwin, ein rennstreckentaugliches Straßenmotorrad mit Harley-Davidson XR 1000 Triebwerk.
1988
Bis zum Jahresende verlassen stolze 50 Einheiten der RR1000 das winzige, von Erik und drei Mitarbeitern betriebene Buell Werk. Das Team gewinnt die ersten Rennen und sogar eine Meisterschaft mit dem Bike, doch die AMA erhöht die Anzahl der Motorräder, die jährlich verkauft werden mussten, um die Renn-Homologation zu erlangen, auf 200 Stück. Zu viel für Eriks kleine Firma.
1989
Mit der RS1200 Westwind entsteht die erste Buell ohne Vollverkleidung. Federbein und Endschalldämpfer sind unter dem Motor angeordnet.
1993
Harley-Davidson übernimmt 49 Prozent der Buell Aktien.
1994
Das erste Motorrad, das aus der nunmehr engeren Kooperation mit der Motor Company entsteht, ist die S2 Thunderbolt mit Sekundärzahnriemen- antrieb und großer Einzelbremsscheibe vorn.
1995
Der Ur-Streetfighter S1 Lightning erobert die Landstraßen. Die puristische Fahrmaschine für Solisten ist um den 1200er V-Twin herum konzipiert und mit einem großvolumigen Luftfilter mit Helmholtz Resonanzkammer ausgerüstet.
1997
Mit der M2 Cyclone debütiert das Allroundbike von Buell: schnell und außergewöhnlich. Zeitgleich nimmt der Sporttourer S3 Thunderbolt Asphalt unter die Räder. Buell ist jetzt auch in Deutschland und Österreich vertreten.
1998
Mit der S1 White Lightning und den S1 Lightning Strike Modellen bringt Buell exklusive Sondermodelle mit stärkeren „Thunderstorm“ V-Twins und in außergewöhnlichen Farbgebungen auf den Markt, die heute als gesuchte Sammlerstücke gelten. Harley-Davidson erwirbt die Aktienmehrheit bei Buell.
1999
Der neue Thunderstorm Motor mit Buell Dynamic Digital Fuel Injection (DDFI) und90 PS debütiert im Sporttourer S3 Thunderbolt und in der brandneuen X1 Lightning, welche die S1 ablöst. Zu den News des Modelljahrs zählen auch der neue Rahmen und die neue, extrem stabile Leichtmetallschwinge. Mit der X1 RS bietet Buell das erste Sondermodell mit „Race Stripe“ an. Neben dem Motor umfassen die gründlichen Modellpflege- maßnahmen unter anderem auch den Chrommolybdän-Gitterrohrrahmen, die Federelemente und die Schwinge.
2001
Buell Kunststoffteile sind ab jetzt durchgefärbt, so dass kleinere Kratzer mühelos auspoliert werden können. Zahlreiche Modellpflegemaßnahmen machen die Motorräder aus East Troy noch besser.
2002
Mit dem Sportfighter Firebolt XB9R debütiert das erste Modell der neuen Buell XB Plattform. Zu ihren wichtigsten technischen Innovationen zählen der neue luftgekühlte V-Twin, der aus 984 cm3 Hubraum 84 PS liefert, der neu konstruierte Leichtmetallrahmen mit integriertem Kraftstofftank, die neue Leichtmetallschwinge, die gleichzeitig als Motorölreservoir dient, sowie die Zero-Torsional-Load (ZTL) Scheibenbremse am Vorderrad. Die Fahrwerkseckdaten entsprechen denen eines GP-Racers.
2003
Als Nachfolger des Streetfighters Lightning X1 konzipiert, verfügt die neue Lightning XB9S über die gleichen außergewöhnlichen technischen Lösungen wie die Firebolt XB9R. Optisch bildet sie die Synthese aus Stilelementen der X1 Lightning und der legendären S1 Lightning.
2004
Buell präsentiert den Streetfighter Lightning XB12S und den Sportfighter Firebolt XB12R. Beide verfügen über einen 1.203 cm3; großen, luftgekühlten und langhubig ausgelegten V-Twin, der ein beeindruckendes Drehmoment zur Verfügung stellt.
2005
Der urbane Streetfighter Lightning CityX XB9SX debütiert. Seine dynamischen Qualitäten prädestinieren ihn ebenso sehr für den Großstadtdschungel wie für die kurvenreiche Landstraße.
2006
Zwei Newcomer bereichern das Modellprogramm: Das Adventure Sports Bike Ulysses XB12X, das mit optimaler Tourentauglichkeit glänzt, und die Lightning Long XB12Ss, die besonders für größer gewachsene Streetfighter Fans und Fahrten zu zweit prädestiniert ist. Sie verfügen gegenüber den bekannten Modellen über einen modifizierten Leichtmetall-Rahmen mit vergrößertem Tankvolumen und längerem Radstand. Außerdem präsentiert Buell die XBRR, ein in limitierter Stückzahl aufgelegter Production-Racer mit 1.339 cm3; und bis zu 150 PS an der Kurbelwelle.
2007
Die Marke ist nun zehn Jahre auf dem deutschen und österreichischen Markt vertreten. Mit der neuen Lightning Low XB12Scg bietet man eine Maschine an, die sich speziell an kleiner gewachsene Streefighter Fans richtet. Zudem debütiert die Lightning Super TT XB12STT, die das Herz und den Charakter eines Streetfighters mit dem Auftritt und dem Handling einer Supermoto vereint.
2008
Pünktlich zum 25-jährigen Firmenjubiläum präsentiert Buell die 1125R, die den Grundstein für eine gänzlich neue Modellfamilie von sportlichen US-Bikes neben den Streetfightern und den Crossover-Modellen der Lightning Familie sowie dem Adventure Sports Bike Ulysses legen wird.
Rund 180 Mitarbeiter sind inzwischen für die Buell Motorcycle Company in East Troy, USA, tätig. Sie produzieren mehr als 11.000 Maschinen im Jahr. Unkonventionelles Design, charakterstarke Triebwerke und avantgardistische technische Lösungen haben alle Buell Motorräder gemein. Schließlich wurden sie konstruiert, um grenzenlosen Fahrspaß jenseits ausgetretener Pfade zu bieten. Strenges Qualitätsmanagement wird bei Buell ebenso groß geschrieben wie Teamwork. Fließbänder sucht man im Werk vergeblich. Stattdessen werden an zehn Arbeitsstationen entlang der Fertigungsstraße diverse Baugruppen vormontiert. An vier weiteren Stationen führt man die Endmontage durch. Die Mitarbeiter pendeln zwischen den einzelnen Stationen, so dass jeder überall involviert ist. Buell stellt sämtliche Kunststoffteile im eigenen Werk her. Diverse andere Bauteile werden nach Buell Spezifikationen von renommierten internationalen Zulieferern gefertigt.
Quelle: Buell Presse Service